Handmade Kultur – Recycling Shopper aus verschmolzenen Plastiktüten

, | 10.02.2014

Plastiktüten Recycling
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Letzte Woche holte ich mir die aktuelle Ausgabe der Handmade Kultur Zeitschrift. Ganz begeistert von den vielen tollen Do it yourself Ideen blätterte ich durch die Zeitschrift bis ich über den Artikel „Recycling Shopper“ stolperte. Was war das? Eine Nähanleitung für eine Umhängetasche aus gebügelten Plastik? Das kannte ich doch…meine damalige Nachbarin Anne Grön zeigte mir eines Tages vor 3 Jahren die Ergebnisse eines Recycling Workshops: verschmolzene Plastiktüten, neu kreiert zu einem verwertbaren Nähmaterial! Genial!

Jetzt wollte ich unbedingt auch mal Plastiktaschen recyceln… in den letzten zwei Tage habe ich Plastik geschmolzen und genäht…Und dabei ist diese Tasche entstanden:

Ich liebe ja Recycling und finde Plastiktüten ganz furchtbar. Deshalb habe ich auch immer eine Stofftasche beim Einkaufen dabei. Doch wenn die Tüten schonmal in den Haushalt gelangt sind, kann ich eine robuste Einkaufstasche daraus machen. Die tollen Motive stammen übrigens von dem Berliner Stoffgeschäfft „Welt der Stoffe„, in das ich in meiner Berliner Zeit ein- und ausging. Die gelben Taschen gefielen mir auf Anhieb, und ich bewahrte sie wie einen kleinen Schatz. Endlich konnte ich sie verwerten!

Doch wie funktioniert das Plastiktaschen bügeln eigentlich?

Als erstes suchst Du Dir Plastiktüten für mindestens drei Lagen aus. Je nach Nähobjekt musst Du Dir eine entsprechend große Fläche bügeln. Ich bin der Idee aus dem Handmade Kultur Magazin gefolgt und habe die Tüten in Streifen geschnitten, um sie zu weben.

Die unterste Schicht sollte eine große Fläche sein, auf der die anderen Schichten aufliegen. Ich habe einen Müllsack dafür genommen. Nun kannst Du mit dem weben beginnen. Damit die Webfäden liegen bleiben, habe ich sie am Anfang mit Stecknadeln fixiert.

Webe die Fäden nach und nach zu einer großen Fläche oder schichte die Plastiklagen, wie es Dir gefällt.

Liegen die Schichten so wie Du möchtest, geht’s nun ans Bügeln. Achte darauf, dass Du nicht mehr als 3 oder 4 Lagen hast, weil sonst das Bügeln nicht so gut klappt. Sind die ersten 3 Lagen miteinander verschmolzen, kannst Du natürlich noch weitere Lagen hinzufügen. Achte jedoch darauf, dass der „Plastikstoff“ noch nähbar ist. Entferne die Stecknadeln vor dem Bügeln.

Lege Dir vor dem Bügeln unter das Plastik ein großes Stück Backpapier. Auch zwischen Bügeleisen und Plastik kommt ein Backpapier. Los geht’s! Die Temperatur kannst Du auf 2 stellen.

Wenn das Bügeleisen zu lang aufliegt, kann das Plastik „wegschmelzen“ und es entstehen unschöne Löcher. Oder es zieht sich unterschiedlich stark zusammen und wird wellig. Liegt es zu kurz auf, oder ist es nicht heiß genug, verbinden sich die Flächen nicht. Komischerweise stinkt der Schmelzvorgang nicht…doch sicherlich entstehen trotzdem ungesunde Stoffe…also gut Lüften!

So oder anders könnte Dein „Plastikstoff“ nach dem Bügeln aussehen.

Nun kannst Du Deinen Plastikstoff nach einem ausgewählten Schnittmuster zuschneiden. Kombiniere es mit einem passenden Stoff und Du erhältst schicke Taschen, Etuis oder…? Was würdest Du aus Plastik nähen?

Unter „Plastiktüten verschmelzen“ finden sich einige Kolleginnen mit sehr schicken Ergebnissen:

Frau Liebe nähte schon 2008 ein süßes Täschchen.

Pattydoo ist mit einem schicken Bärenkoffer am Start.[nbsp]

Exclamation point beeindruckt mit einem coolen Batmanetui.

Ich hoffe, dass Euch der Artikel inspirieren konnte!

Eure Anita

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  • Kommentar von Anita | 11.02.2014

    Danke Dir Kerstin! Ich bin auch ganz begeistert!
    Lieben Gruß,
    Anita

  • Kommentar von Kerstin Heinrich | 10.02.2014

    Wow – die Tasche sieht spitze aus. Danke für die Anleitung. Das ist auf jedenfall mal eine tolle Idee zum nachmachen. Ich liebe Upcycling bzw Recycling

    LG,
    Kerstin