Paspel selber nähen

Eine bezaubernde und selbstgemachte Dekoidee für Dein Nähprojekt.

Paspel naehen Naehtipp

Paspel selber herstellen und nähen

Paspeln sind dekorative Elemente, die gerne zum Verzieren von Kissennähten oder Taschen verwendet werden. In einigen meiner Ebooks verwende ich sie als Deko und liebe den zarten Akzent sehr. Bei der Kindersporttasche Yari, dem Zirkuskissen oder dem Yogakissen ist die Paspel ein wunderschöne Ergänzung.

Du kannst sie fertig im Fachhandel kaufen oder mit Deinem Lieblingsstoff passend zu Deinem Nähprojekt selber nähen. Wie das geht erkläre ich in einfachen Schritten mit Beispielfotos. Mit einbisschen Übung kannst Du schon bald hübsche Paspeln in Taschen oder kissen einsetzen.

Materialfinder

Du suchst bestimmte Materialien? In meinem Materialfinder habe ich die wichtigsten für Dich gesammelt.

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Um eine eigene Paspel zu nähen, brauchst Du lange Stoffstreifen und eine Schnur in gleicher Länge. Die selbstzugeschnittenen  Stoffstreifen schneidest Du am besten im schrägen Fadenlauf zu. Das heißt, dass Du den Stoff nicht senkrecht oder waagrechte abschneidest, sondern 45° Winkel zur Stoffkante. Dadurch wird der Stoffstreifen elastisch.

Du kannst auch Schrägband dafür nehmen. Bügle das Schrägband auseinander bevor Du es verwendest.

Die Streifen sollten eine Breite von etwa 3 cm haben.

Je nachdem, wie dick und starr oder dünn und flexibel Deine Paspel sein soll, wählst Du die Schnur, die als Inlay dient. Ideal ist eine Baumwollkordel mit 5 mm Durchmesser.

Um die Paspel zu nähen, verwende am besten einen Kantennähfuß, Reißverschlussfuß oder, wie ich bei meiner Bernina, einen Paspelfuss #38. Wichtig ist, dass Du mit dem Nähfuß neben der Kordel nähen kannst. Für den Paspelfuß gibt es ein informatives Video auf der Bernina Seite.

Lege die Schnur auf den Stoffstreifen.

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Falte den Stoff in der Mitte und stecke die langen Kanten links auf links mit ein paar Stecknadeln sorgsam fest. Oder bügle ihn vorher leicht, ohne eine scharfe Kante zu erzeugen. Nähe ganz nah an der versteckten Schnur entlang. Lass einen Abstand von 1-2 mm. Auf dem mittleren Foto ist gut zu sehen, dass der Paspelfuß unterschiedlich hoch ist. Dadurch gleicht er die unterschiedlichen Höhen der Paspelseiten mit und ohne Kordel gut aus. Ein langer lockerer Stich hält sie an Ort und Stelle.

Achte darauf, sie nicht anzunähen. So einfach hast Du Paspeln in jeglicher Länge und mit Deinen Wunschstoffen hergestellt.

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Die Nahtzugabe von der Naht bis zur Stoffkante sollte 7 mm (oder 1 cm, wenn Dir das lieber ist) sein. Schneide sie eventuell noch zurück.

Stecke die offene Kante der Paspel bündig an die Kante Deines Nähstückes. Fixiere sie mit Stecknadeln.

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Steppe nun sorgfältig an der Paspel mit einem kleinen Abstand von 1-2 mm entlang. Bei Rundungen passt sich der schräg zugeschnittene Stoff (oder das Schrägband) gut an, weil er etwas elastisch ist. Wenn Du eine Runde genäht hast und wieder am Anfang der Paspel angekommen bist, halte 4 cm vor dem Ende inne. Schneide die Paspel so ab, dass sich Anfang und Ende um 2 cm überlappen. Löse die Anfangsnaht um 1 cm und kürze beim Ende die Kordel um 2 cm. So kann der Stoff am Ende über den Anfang gelegt werden. Steppe beide zusammen ab.

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