Kleines Schrägband ABC

Schrägbänder sind eine einfache Art, um Stoffkanten hübsch einzufassen.

Schrägband annähen Kanten einfassen Schrägbandsorten

Schrägband annähen und Kanten damit einfassen

Es gibt sie in verschiedenen Größen, Breiten und Materialien. Du kannst mit ihnen hübsche Kontraste erzeugen oder Ton-in-Ton die Farbe passend zum Stoff wählen. Einen kleinen Überblick werde ich dir hier geben.

Dir gefällt meine Idee? Teile sie gerne ♥

Die Kanten des Portemonnaies ergeben einen spannenden Akzent. Statt die Stoffunterkante bei Espadrilles mit einem Zick-Zack-Stich zu versäubern, kann sie mit Schrägband eingefasst werden. Mit dem Band lässt sich die Gartentasche ruck-zuck nähen.

Schrägbänder gibt es in verschiedenen Varianten. Sie werden aus Polyester oder Baumwolle hergestellt. Achte beim Einkauf darauf, aus welchem Material es besteht. Ich hatte auch schon im Eifer nicht darauf geachtet und fand dann schade, dass es nicht aus Baumwolle war.

Einen kleinen Überblick findest du hier (von links nach rechts):

  • Baumwollband, 30 mm breit
  • Baumwollband mit Häkelborte, 40/10 Falzung
  • Satinband, 20 mm breit und glänzend
  • zweifarbiges Baumwollband, 20 mm breit
  • „normales“ Schrägband, 20 mm breit aus Baumwolle

Schrägband aus Jersey ist besonders praktisch für das Säumen bei Kleidern.

Die übliche Breite beträgt 20 mm. Es gibt auch Schrägbänder, die eine Breite von 24, 26, 28, 30 mm haben. Achte unbedingt beim (Online) Einkauf auf die Angabe der „Falzung“ (Breite).

Oft findest du bei der Kaufangabe folgende Beschreibung: Falzung: 40/20. Das heißt, dass der Streifen eigentlich 40 mm breit ist, jedoch so gebügelt wurde, dass er nun 20 mm breit ist. Somit bedeutet eine Falzung von 40/10, dass es nochmal mittig gebügelt ist.

Das Band auf dem Foto hat eine Falzung von 40/20.

Bänder und ihre Aufbewahrung sind unweigerlich mit einem endlosem Aufwickeln und Sortieren verbunden. Welche Lösungen gibt es?

Meine Lieblingsmethode ist die Bänder auf Kartons aufzuwickeln und mit einer Stecknadel zu fixieren. Hierfür habe ich mir aus Pappe Formen zugeschnitten, die von der Breite und Höhe genau in meine Kiste bzw. Regal passen. Darauf wickle ich mehrere Bänder der gleichen Farbfamilie auf und habe gleich die Farben auf einen Blick beisammen. Zudem werden die Bänder nicht zerknickt und sind immer für ihren Einsatz bereit.

Viele Näherinnen wickeln die Bänder auf und hindern das Aufrollen mit einem Gummi. Wenn du eine neue Packung kaufst, kannst du das Webband natürlich aufgewickelt lassen.


Eine große Auswahl findest du bei Alles für Selbermacher* und Stoffe.de*.

Schneide überstehende Kanten bei der Nahtzugabe ab. Insbesondere für Nähanfänger ist es am leichtesten, erst eine Kante anzunähen und dann im zweiten Schritt das Schrägband umgeklappt nähen. Natürlich kann es auch einfach um die Stoffkante gelegt werden und „in einem Rutsch“ angesteppt werden.

Klappe die Bügelkanten des Schrägbandes auf. Lege es rechts auf rechts an die Stoffkante.

Fixiere es mit Stecknadeln oder Clips, damit es dir nicht verrutscht. Anfang und Ende sollten sich um etwa 2 cm überlappen. Schneide das Ende schräg ab.

Steppe nun mit einer geraden Naht und einer Nahtzugabe von 5 mm das Schrägband an. Achte darauf, dass die Stoffkante und die Schrägbandkante immer bündig liegen. Und dass deine Naht zwischen der Falz und der Kante verläuft.

An Rundungen kannst du das Schrägband leicht dehnen und daran anpassen.

Klappe das Schrägband über die Kante und zwar genau so, dass die vorgebügelten Falze gerade Kanten bilden. Fixiere es mit Stecknadeln. Steppe es sorgfältig ab mit einer Stichbreite auf Stufe 2 ab. Achte darauf, dass es nicht von der Stoffkante rutscht und auf der Rückseite die Naht neben dem Schrägband verläuft.

Wer einen Schrägbandeinfasser Nähfuss hat, kann diesen gerne verwenden

Klappe nun sorgfältig erst das unten liegende Ende und dann das Obere übereinander. Steppe sie sorgfältig.


So kannst du viele Nähprojekte auf einfache Art versäumen.

Weiterführende Infos und wie du selber Schrägband herstellen kannst, findest du in dem kostenpflichtigen Video von makerist: Schrägband selbermachen und an Rundungen und Ecken annähen*

Herzlichst Anita

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

  • Kommentar von Jojo | 20.08.2018

    Im Freundeskreis kam neulich die Idee auf, einmal im Monat einen Nähabend oder -tag zu veranstalten. Danke für die vielen Infos zum Nähen! Die Männer in der Runde waren sogar besonders begeistert und hatten gleich Fachfragen. Sie fragten sich z.B., ob man Webborte online kaufen könnte.

  • Kommentar von Judith | 19.07.2016

    Hallo Judith,

    vielen Dank! Zum Thema Ecken und Co kann ich das Video von makerist wirklich empfehlen. Ich habe es selber schon gesehen und es wird darin sehr genau und ausführlich über Schwierigkeiten und Möglichkeiten mit Schrägband erzählt.

    Liebe Grüße, Anita

  • Kommentar von Anita | 19.07.2016

    Liebe Anita,

    danke für diese schöne Zusammenfassung. Ich hadere immer mit dem Annähen des Schrägbands an einer Ecke, da muss ich immer erst im Netz luschern wie das nochmal war.

    LG Judith