Fabric weaving mit SnapPap in 3 Techniken

| 15.11.2016

fabric weaving SnapPap diy Anleitung
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Heute stelle ich Euch eine Handarbeitstechnik vor, die zwar nicht neu ist, sich allerdings mit den neuen Materialien von Snaply viel einfacher umsetzen lässt: das Stoffe weben (oder fabric weaving). Drei Web-Techniken habe ich für Euch mit SnapPap ausprobiert. SnapPap ist härter als die üblichen Webbänder aus Baumwolle. Mit den gewebten Flächen lassen sich hübsche Utensilos und Körbe herstellen. Am Donnerstag zeige ich Euch im zweiten Teil, wie einfach das geht.

Mit Liebe weben

Schon als Kind habe ich gerne mit meinem Webrahmen (den ich heute noch besitze) Wolle gewebt. Mit 18/19 Jahren webte ich mit Glasperlen eine Handtasche und aus dicker Schurwolle einen Rucksack. Schließlich webte ich vor knapp einem Jahr SnapPap und fertigte ein praktisches Utensilo. Ihr seht, das Weben, die Lust am Flächen erschaffen, trage ich schon lange in mir.

Ich war sehr begeistert als ich bei #snaplybackstage die neuen Materialien und Werkzeuge testen durfte, mit denen das Stoffe weben so viel einfacher zu handhaben ist. Ich denke alle nähwütigen Damen, die an dem Wochenende da waren, jauchzten vor Freude. Es entstanden sehr unterschiedliche und hübsche Webmuster.

Die liebe Roswitha von Schnabelinasaß mir beim Workshop gegenüber.

Das Starterset von Snaply

Vorab bekamen wir das Starterset in der Goodie Bag. Seit einer Woche ist es im Shop erhältlich. Es besteht aus einer großen Korkplatte 60 x 45 cm, Pins und einer Web-Nadel aus Stahl. Zusätzlich gibt es noch sehr günstige Schrägbänder zu kaufen, die das Weben erleichtern. Der Preis wird Euch überraschen. Und auch wenn der Gedanke nahe liegt, das Schrägband für alle Näharbeiten zu verwenden, würde ich es nur für das Weben nehme. Es ist für andere Näharbeiten zu dünn und durchscheinend.

Natürlich kannst Du auch eine herkömmliche Korkplatte für das Weben verwenden. Der Vorteil von dem Board von Snaply ist der, dass es aufgezeichnete Linien hat, die Dir helfen die Webrichtung klar einzuhalten. Mit der Nadel kannst Du leicht die Stoffstreifen verweben.

Einfache Webtechnik in drei Farben

Der Ablauf des Webens ist immer gleich. Wenn Du schon einmal mit Wolle oder Papier gewebt hast, wirst Du merken, dass sich vieles ähnelt.

Für eine quadratische Fläche brauchst Du senkrecht wie waagrecht gleichviele Streifen (à 2 cm). Insgesamt also 14 weiße, 12 hellbraune und 12 dunkelbraune. Zum Zuschneiden der SnapPap Streifen empfehle ich das Cutter Lineal und die schmalen SnapPap Rollen (Höhe 50 cm).

Orientiere Dich an den aufgezeichneten Linien des Boards, wenn Du die senkrechten Streifen aufpinnst. Fixiere die Streifen mit den Pins und achte darauf, dass rechts und links die Linien noch sichtbar sind.

Beim Weben von Stoff wird direkt auf das Board eine Vlieseline H200 gelegt. Mit der Bügelseite nach oben, und mindestens so groß, wie das fertige Webstück sein soll.

Dann beginnst Du mit dem Weben: abwechselnd führst Du einen Streifen waagrecht über und unter den senkrechten Streifen hindurch. Beginne in der Mitte, so lässt sich die Reihenfolge leichter abzählen. Pinne den Streifen rechts und links fest.

Den zweiten Streifen webst Du genau umgekehrt. Erst runter, hoch, runter, hoch. So entsteht das typische Webmuster. Dadurch dass die SnapPap dicker als Baumwollstoff ist, werden zwischen den einzelnen Streifen schmale Ritze entstehen.

Achte beim Weben auf die Reihenfolge der Farben. Hier werden waagrecht die gleichen Farben verwendet wie senkrecht. Webe als erstes von der Mitte nach unten und dann nach oben.

Geschafft, Deine Fläche ist fertig gewebt! Fixiere die offenen SnapPap-Kanten mit Kreppband, damit sich das Muster nicht wieder öffnet. Entferne alle Pins.

Wenn Du mit Stoffen webst, kannst Du nun mit dem Bügeleisen die darunterliegende Vlieseline aufbügeln. So fixierst Du langlebig das Webmuster.

Webtechnik mit verschieden breiten Streifen

Eine weitere spannende Möglichkeit SnapPap zu weben, ist, die Streifen in unterschiedlicher Breite zuzuschneiden. Hier siehst Du Streifen, die 1 cm und 2 cm breit sind. Zum Nachmachen brauchst Du:

8x weiß 1 cm breit, 12x weiß 2 cm breit, 6x hellbraun 1 cm breit, 4x hellbraun 2 cm breit, 8x dunkelbraun 1 cm breit, 8x dunkelbraun 2 cm breit

Pinne die Streifen mit abwechselnden Breiten auf das Board. Webe wie eben beschrieben. Achte sehr darauf die Reihenfolge der senkrechten Streifen exakt zu wiederholen.

Diagonale Muster

Auf der Rückseite des Boards sind die Linien im 60° Winkel aufgezeichnet. Mit senkrechten und schräg gelegten Streifen erhältst Du weitere vielfältige Muster.

Konnte ich Euch ein bisschen mit meiner Begeisterung mitnehmen? Klar, können wir uns nicht erst jedes Mal vor dem Nähen einen eigenen Stoff weben, doch für Ergänzungen und Einlagen finde ich die Technik perfekt.

Am Donnerstag werde ich Euch zeigen, was ich aus den gewebten Flächen erstellt habe. Damit schenke ich noch eine weitere einfache DIY-Idee.

Weitere tolle Ideen zum Fabric weaving findet Ihr auch auf meinem Pinterest Board, auf Instagram #fabricweaving und bei modage.

Fröhliches Weben!

Anita

Linkparty: Handmade on Tuesday, Dienstagsdinge

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  • Kommentar von Rösi | 16.11.2016

    Liebe Anita,
    du weisst ja, wozu mich das fabric weaven Letztens animiert hat ;-).
    Weben mit SnapPap gefält mir ebenfalls sehr. Das muss ich auch mal ausprobieren.
    Herzliche Grüsse Simone

  • Kommentar von Anita | 15.11.2016

    Huhu Angela,

    danke Dir! Ja, es ist wirklich eine schöne Möglichkeit Akzente zu setzen und es macht auch noch Spass 🙂 Ganz zu schweigen von dem meditativen Charakter – hihi.

    Viel Spass beim Ausprobieren!

  • Kommentar von Angela | 15.11.2016

    Klasse! Ich habe das Fabric Weaving schon während des Snaply Wochenendes beobachtet und finde es einfach toll!
    aus relativ einfachen Mitteln einen so schönen Effekt zaubern <3 Jetzt muss ich mich wirklich mal ran wagen 🙂