Interview Start Up: Supercraft

, | 31.10.2014

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DIY Start Up – von der Idee zum Erfolg – etablierte Labels erzählen

Es gibt Ideen, die abgehen wie eine Rakete. Es gibt Frauen dahinter, die absolut bemerkenswert sind. Nachdem ich das Interview mit Supercraft las, hatte ich das Gefühl, ein Stück mit auf dieser Rakete mitgenommen zu werden.

Catharina und Sophie beeindrucken, sie SIND Gründerinnen. Nicht aus einer Verpflichtung heraus oder einem unsicheren „ich-probier’s-halt-mal“. Ihre Ideen sprühen wie ein Funkenregen: workisnotajob., hellohandmade, Generation Make, Super-work, LemonBooks und natürlich Supercraft. Unglaublich und supercool! So kommen die zwei auch rüber. O-Ton: „All unsere Projekte haben eins gemeinsam: Sie laden Menschen dazu ein, selbst Gestalter zu sein.“ Vielen Dank, wir folgen Eurer Einladung sehr gerne!

Aktuelle Projekte:

hello handmade Markt am 2. November 2014 in Hamburg Kampnagel

das aktuelle Winter Kit ist im Abo noch bis zum 15. November bestellbar.

Das Interview

Interview Supercraft

Wortspiel (vervollständige den Satz:)

Aller Anfang ist…

eine Chance.

Werdegang:

Wir haben beide studiert, Sophie ist Diplom-Designerin und Catharina ist Medienwissenschaftlerin und Gestalterin.

Wir haben im Prinzip unsere Leidenschaft für das Selbermachen und das Arbeitsthema von bloßen Ideen, zu konkreten Konzepten ausgearbeitet, sind den Fragen nachgegangen, welchen Mehrwert wir bieten können und wie wir uns gleichzeitig selbst ein unabhängiges und kreatives Arbeitsmodell gestalten können.

Der Wunsch nach freier und unabhängiger Arbeit war ausschlaggebend für die Selbstständigkeit und natürlich der in uns beiden sehr stark ausgeprägte Gestaltungswille.

Wir sind ein Gründerteam aus zwei Frauen, Catharina Bruns und Sophie Pester. Inzwischen arbeiten wir mit einigen Mitarbeitern fest und etlichen freien Kreativen zusammen.

Finanzierung:

Unsere Unternehmen sind komplett selbstfinanziert. Wir beide haben aus der Festanstellung heraus begonnen, alles in die Selbstständigkeit zu stecken und haben dann relativ zügig gekündigt.

Zudem vertreten wir die Meinung, das Gründungen, wie die unseren es sind, sehr gut ohne Fremdkapital möglich sind und es auch wünschenswert ist, tatsächlich Unternehmerin zu sein, anstatt sofort den Renditevorstellungen Dritter, beispielsweise Investoren gerecht werden zu müssen, und im Prinzip angestellt in der eigenen Firma zu sein.

oben: Supercraft Kit Box und Anleitungsheft unten: Supercraft Utensilo mit Nähmaterialien

Ist der Standort Eures Unternehmens wichtig?:

Die kreative Arbeit ist ortsunabhängig und wir arbeiten gerne von überall aus. Für die Produktion ist der Standort nicht vollkommen unwichtig, als dass wir inzwischen große Bestände konfektionieren und lagern können/müssen. Zudem produzieren wir eigene Kollektionen. Wo das genau geschieht ist nicht ausschlaggebend, aber wir benötigen für diesen Teil des Unternehmens feste Räumlichkeiten.

Ideenpotenzial:

Der erste Artikel ist sowohl bei workisnotajob., als auch bei supercraft bereits vergriffen. Aber die Inspiration, mit der beispielsweise workisnotajob. angefangen hat, also die Illustrationen und Designs, sind bis heute fester Bestandteil des Projektes.

Die Dienstleistung “Design” haben wir beide nicht mehr im Angebot, vor allem, weil wir gelernt haben, das ganz eigene Angebote schaffen der für uns richtige, unternehmerische Weg ist, anstatt [nbsp]auf Anfragen zu reagieren und Kundenwünschen entsprechen zu müssen. Dienstleistung ist unternehmerische Arbeit immer, wichtig ist es, sie auf die persönlich richtige Art anzubieten.

3 Best off Tipps:

1. Mehrere Ideen leidenschaftlich verfolgen und sehen welches Konzept am tragfähigsten ist. Die eigenen Potenziale entfalten und somit ganz eigene Angebote schaffen, die einen deutlichen Mehrwert für andere bedeuten.

2. Durchhalten.

3. Arbeit nicht mit Job verwechseln und, frei nach Beuys, Freiheit nicht mit Freizeit. Ach ja, und Brutto nicht mit Netto

Infos:

Wir selbst schauen nicht im Internet nach Tipps. Ein tolles Buch und absolute Leseempfehlung ist Günter Faltins “Kopf schlägt Kapital”. Außerdem unbedingte Pflichtlektüre: Wolf Lotter, Zivilkapitalismus.

Fehleroffenheit:

Mißgeschicke sind uns nicht “peinlich”. Diese Frage stellen wir uns nicht.

Weniger auf andere schauen und darauf geben, wie man bewertet wird, ist wichtig um sich nicht vollkommen verunsichern zu lassen. Grundsätzlich ist eine hohe Fehlertoleranz sich selbst aber auch anderen gegenüber hilfreich und notwendig, wenn man eigene Wege geht.

Erfolg: geht noch was?

Es geht doch immer noch was! Aber auch diese Frage stellen wir uns so nicht. Erfolg messen wir daran, wie zufrieden unsere Arbeit uns und andere machen kann und wie hoch das Potenzial zur persönlichen Weiterentwicklung durch unsere Tätigkeit ist.

Zukunft in 5 Jahren:

Glücklich bei der Arbeit.

Hier findet Ihr alle wichtigen Links zu Supercraft:

Shop, Blog und Facebookseite.

Na, seid Ihr auch so begeistert wie ich? Anfangs wünschte ich mir ein Interview mit Supercraft, bekommen habe ich eine Audienz bei wunderbaren Frauen, die die DIY-Szene maßgebend beeinflussen. DANKE!

Herzlichst, Anita

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  • Kommentar von *nane | 1.11.2014

    Anita, Deine Interviews und natürlich auch die Interviewten sind einfach SPITZE !!!

    Liebe Grüße
    Nane