Interview Start Up: Kreativlabor Berlin

, | 15.08.2014

Interview Kreativlabor Berlin
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Ein fröhliches Hallo an Julia vom Kreativlabor Berlin! Ich freue mich, Dich bei meiner Interview Reihe „Start Up – von der Idee zum Erfolg“ begrüßen zu dürfen!

Julias Erfolg ist so wunderbar, und ich bin ganz begeistert ihn aus nächster Nähe in den letzten zwei Jahren verfolgt zu haben. „Kennengelernt“ habe ich Julia als Probenäherin für mein Ebook „Spielzeug-Tasche“. Wir trafen uns einpaarmal in Berlin (u.a. um in der Dawanda Snuggery an einem Workshop teilzunehmen, oh man, waren wir aufgeregt) und ich glaube, dass wir uns gegenseitig inspirierten. Ich war ganz platt von Julias Web-Präsenz und -Wissen.

Obwohl ich Berlin dann verließ, blieben wir in Verbindung und aus der Ferne bewunderte ich die Entstehung ihrer zuckersüßen Nähanleitungen für Babyschühchen, Geldbeutel und tollen Taschen. Wir riefen das „Handmade Karussell“ ins Leben, und während ich mich noch nach einem Blog sehnte, eroberte Julia als Deutschlands kreativste Bloggerin mit Ihrem bezaubernden Puppenhaus die DIY-Herzen.

Snaply erkannte Julias Wert und schnappte sie für das Snaply-Magazin. Dort und auf ihrem Blog schreibt, fotografiert, kreiert und verzaubert Julia uns mit ihren Nähanleitungen und Freebooks immer wieder!

Das Interview

Julias aktuelle Nähanleitung „Federmappen-Set“ für den Schulanfang.

Wortspiel (vervollständige den Satz:)

Aller Anfang ist … die Idee.

Werdegang:

Ich bin Quereinsteigerin in meinem aktuellen Beruf. Nach dem Studium (Multimedia Produktion) habe ich 2 Jahre lang als festangestellte Grafik- und Webdesignerin gearbeitet. Eigentlich wusste ich sofort, dass das Angestelltsein nichts für mich ist.

Trotzdem habe ich dort natürlich viel gelernt: Kommunikation im Team bzw. innerhalb der Firma und mit Kunden, Termine einhalten, Tipps von anderen Designern, neue Herausforderungen und Aufgabenstellungen selbstständig umsetzen und natürlich das Wichtigste: Wie man beim Tischkicker nicht versagt 😀

Habe mich nach der Festanstellung als Webdesignerin selbstständig gemacht und viele Jahre in diesem Beruf gearbeitet. Ich hatte viele große Kunden und es lief richtig gut. Aber dann kam alles anders 🙂 Während der Elternzeit wurde mir klar, dass dieser Beruf mich nicht mehr ausfüllte und ich überlegte, was denn mein Traumberuf wäre bzw. welche Beschäftigung mich erfüllen würde. Daraufhin hab ich haufenweise Bücher durchgearbeitet – eine Linkliste und weitere Infos zu meinem Weg habe ich übrigens auch im Blog thematisiert „Auf der Suche nach dem Glück oder wie ich lernte zu tun was ich liebe“.

Ich wusste dann irgendwann, dass ich etwas mit den Händen selbst herstellen will. Habe mich wild auf alles mögliche gestürzt, Papier, Stoff, Holz… Dabei kam ich zum Nähen und blieb daran kleben 🙂

Vom Studium habe ich nicht soo viel mitgenommen. War auch nicht so oft anwesend 😀 Ich habe während dieser Zeit tolle Menschen kennengelernt, die mich zum Teil bis heute begleiten. Außerdem hatte ich während der Studienzeit meine “musikalischen Jahre”, wo ich mit einer Freundin superviel Musik gemacht habe. Seitdem hatte ich leider nie wieder den “Kopf” dafür – es war eine tolle Zeit!

Hast Du Deine Selbständigkeit alleine aufgezogen oder im Team?

It’s a one-woman-show 🙂

Finanzierung:

Ich habe alles allein finanziert. Mag nicht gerne Geld von anderen Leuten annehmen.

Ist der Standort Deines Unternehmens wichtig?:

Ja und nein. Als Webdesignerin habe ich durch meinen Umzug nach Berlin einen großen Aufsschwung erlebt, hatte deutlich mehr Aufträge und vorallem von größeren Firmen. Für meine Schnittmuster ist es egal, denn das läuft alles digital im Internet. Natürlich ist es von Vorteil, dass hier in Berlin viele große kreative Köpfe und Unternehmen aus der DIY-Szene ansässig sind (DaWanda, pattydoo, makerist, …), aber ich denke es könnte auch von einer anderen Stadt aus gut laufen.

Ideenpotenzial:

Haha, nein, mein erster Artikel ist nicht mehr in meinem Verkaufsangebot.

Also zuerst wollte ich Kleinmöbel vom Flohmarkt mit Stoffen aufpeppen. Also weg vom normalen “farbig lackieren” wollte ich mit geeignetem Kleber [&] Lack Stoffe auf das Holz aufbringen, um so richtig tolle Muster anstatt nur einer einzigen Farbe darauf zu bekommen. War leider viel zu aufwändig, die Produkte wären megateuer geworden 🙂


3 Best off Tipps:

Sei geduldig! Erfolg kommt nicht über Nacht!

Gib nicht auf! Misserfolge und Rückschläge gehören dazu.

Tausch dich mit anderen aus. Viele haben die gleichen Sorgen und Nöte und können die vielleicht weiterhelfen 🙂

Infos:

Die Kunst, anders zu leben” – Chris Guillebeau

Workisnotajob.” – Catharina Bruns

Viele Kollegen aus der DIY-Szene haben mir weitergeholfen und mich unterstützt – ich kann hier gar nicht soviele aufzählen. Du gehörst auch dazu, liebe Anita 🙂

Fehleroffenheit:

Alle Fehler helfen weiter! Aus jedem Fehler lernt man. Ohne Fehler kein Erfolg.

Erfolg: geht noch was?

Auf einer Skala von 1 – 10 würde ich den Erfolg meines Unternehmens momentan auf 7 einstufen. Auf persönlicher Ebene vielleicht sogar eine 9, denn ich habe mich in den letzen Jahren seeeehr weiterentwickelt und bin auf meiner Reise nach der Suche “was mich erfüllt” ein großes Stück weiter gekommen.

Julias erstes Buch „Babyschüchen nähen“!

Zukunft in 5 Jahren:

Das kann ich dir ehrlich gesagt nicht beantworten. Für mich steht momentan alles offen. Ich bin bereit, nochmal was ganz anderes zu versuchen – natürlich führe ich das Kreativlabor dabei weiter. Vielleicht habe ich in 5 Jahren ein Album veröffentlicht oder schreibe esoterische Bücher. In meinem Kopf ist das Ganze immer sehr flexibel 🙂

Hier findet Ihr alle wichtigen Links zum Kreativlabor Berlin:

Blog, Facebookseite und Snaply Magazin.

Ich hoffe, dass das Interview für Euch ebenso inspirierend war wie für mich!

Herzlichst, Anita

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