Upcyclen in 8 Schritten

How to upcycle in 8 Schritten

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Jetzt hat es doch eine Woche mit dem zweiten Teil des Kinderküchenupcycelns gedauert. Während ich die einzelnen Schritte vorbereitet hatte, merkte ich, wie gerne ich Euch eine „ordentliche“ Anleitung zur Verfügung stellen möchte. Die braucht dann wiederum auch einbisschen mehr Zeit zur Vorbereitung.

Am Beispiel der Kinderküche, die ich Euch letzte Woche vorstellte, zeige ich, welche Schritte Ihr beim upcyceln von Möbeln gehen müsst. Eigentlich ist es ganz einfach umzusetzen. Je nach Größe braucht Ihr kürzer oder länger dafür.

Schwierigkeitsgrad

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Der ramponierte aber solide Herd gefiel mir gut in seinem Aufbau. Ich wollte en natürlichen Holzcharakter belassen und hauptsächlich die abgeschrubbelten Stellen erneuern. Um aus dem Herd eine bespielbare Küche zu machen, befestigte ich mit Schrauben an die Hinterseite eine 8 mm dicke Holzplatte.

Säubern und Schleifen

Alles was kaputt und irreparabel ist, kannst Du entfernen. Mit Schleifpapier (Es gibt verschiedene Sorten für Holz, Metall, Stein etc.) werden alle Unebenheiten abgeschliffen. Der alte Lack muss entfernt werden oder wenigstens angeraut sein, damit der neue Anstrich hält.

Bei einer Herdplatte löste sich das Furnier. Mit einer Spachtel entfernte ich die aufgeklebten Pressspanplattenreste.

Abwischen, Abkleben und Grundieren

Der beim Schleifen entstandene Staub wird mit einem feuchten Tuch abgewischt. Je nachdem wie Du Dein Werkstück anstreichen willst, klebe Stellen, die in anderen Farben erscheinen sollen, vorher ab. Für Rundungen eignet sich besonders gut das Kreppklebeband. Bei geraden Flächen reicht auch normales Malerklebeband.

Grundiere die Fläche mit weißer Farbe. So sparst Du später beim Anstrich mit der richtigen Farbe Zeit und Geld. Die Farbe wird brillianter und Du brauchst weniger Anstrichrunden.

Streichen und Lackieren

Streiche soviele Lagen, bis die Farbe die darunterliegende Farbe überdeckt. Lackiere zum Schluss die Flächen mit einem Klarlack. Hier kannst Du zwischen glänzend, seidenmatt und matt auswählen. So werden Deine Oberflächen stossfest und die Farbe platzt nicht mehr ab. Gegebenenfalls musst Du zwischendurch auch die Anstrichfarbe abschleifen, um Unebenheiten zu entfernen.

Lass die Farbe vor jedem Streichdurchgang gut durchtrocknen, am besten in einm durchlüfteten Raum.

Besteckkastenregal

Wie beim Herd musste ich auch hier alle Schritte durchlaufen: reinigen des Holzes, abschleifen und anrauen der Oberflächen. Schließlich habe ich das Mini-Regal grundiert.

Und mit einer schimmernden Acrylfarbe angestrichen. Sprühen wäre wahrscheinlich bei den vielen Ecken und Kanten einfacher gewesen. Zum Schluss habe ich auf die noch feuchte Farbe Glitzer gestreut, um der Kochnische einen kleinen Schimmer zu geben.

Die Rückwand

Bei der Rückwand strich ich zunächst die Kanten schwarz an. Die Tafelfolie klebte ich auf die gesäuberte Fläche. Je staubfreier der Untergrund ist, desto besser kleben Folien darauf. Um Luftblasen zu vermeiden strich ich die Folie Zentimeter für Zentimeter mit einem Holzspatel glatt.

Beleuchtung und Haken

In den Backofen haben wir eine LED Leucht mit Bewegungssensor eingebaut. Sie ist (leider) Batteriebetrieben. Der Vorteil ist, dass sie so für Kinder ungefährlich ist und der Herd keinen Stromanschluss braucht. Um mehr „Futter“ für die Schrauben zu haben, ist der kleine Holzrahmen entstanden. Die gebogenen Winkel dienen als schraubenlose Halterung für die Leuchte. Gleichzeitig hindern sie forsche Kinderhände am abmontieren der Lampe.

Die Haken habe ich mit der Hand eingeschraubt.

Und so sieht die fertige Küche aus:

Vielleicht konnte Euch dieser Artikel für ein eigenes Upcycling inspirieren. Mir hat es eine riesen Freude gemacht, mir das Gesamtkonzept auszudenken und umzusetzen.

Herzliche Grüße, Anita

Linkparty: Aus alt mach neu, Upcyclingdienstag, Creadienstag, Kiddikram

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  • Kommentar von Anita | 9.06.2015

    Hallo Georg,

    besten Dank!!!

    Lg Anita

  • Kommentar von George | 9.06.2015

    Also so eine Küche hätte ich mir als Kind auch gewünscht. Das hast du wirklich toll gemacht und genug Platz ist auch da. Aber so sieht man auch mal wieder das es sich lohnt wenn man nicht immer gleich alles entsorgt.